Oktoberfest München…

Natürlich lassen wir uns das grösste Fest in München nicht entgehen. Das Oktoberfest besuchte ich das erste Mal 2007 als ich nach München gezogen bin. Ich hörte immer viele wilde Geschichten darüber, aber als ich dort war, liebte ich es. Mittlerweile nach 13 Jahren, die ich jetzt schon hier in Bayern wohne, passt man sich natürlich immer mehr an und nimmt auch die bayerischen Gepflogenheiten an und ich kann sagen, wie die meisten Bayern, dass leider nicht mehr viel von der bayerischen Tradition dort zu sehen ist. Überfüllte Zelte, Tausende von Touristen wodurch immer mehr Einheimische schwinden und der Verkauf von allen möglichen Party- und Scherzartikeln, die an Ständen draußen oder von Mädels mit schweren Körben in den Zelten verkauft werden, ich will gar nicht von den ganzen Besoffenen reden die bereits Nachmittags mit ihren Köpfen auf den Tischen liegen, von den Bänken fallen oder schlafend auf der Wiese hinter dem Zelt liegen.

Mir geht wirklich etwas die bayerische Gemütlichkeit auf diesem Fest ab, deswegen vermeiden wir oft die Wochenenden, sondern gehen wirklich oftmals in der Woche am Nachmittag wo es noch etwas ruhiger und gemütlicher zu geht und keiner regelrecht um einen Platz kämpfen muss.

Geht man jedoch selber schon etwas angedudelt dorthin, sieht man das alles schon etwas mit anderen Augen und kann alles etwas lockerer angehen. Aber trotzdem versuche ich die Rushhours am Wochenende wo die meisten Touristen anwesend sind, zu vermeiden. Aber es kann auch mal ganz lustig sein wenn man die Betrunkenen mit noch nüchternem Kopf beobachtet, wie sie zum Beispiel alle möglichen Figuren überlegen um nicht vom drehenden Teufelsrad geschleudert zu werden oder das Tobboggan, ein Förderband, das einen auf einen Turm hinauf transportiert um dann von da mit Teppichmatten herunter zu rutschen, was eigentlich nicht schwer ist. Unter den nicht mehr ganz so Nüchternen von uns ist es schon ein MUST DO. Nur schafft es zu später Stunde keiner hinauf zu kommen ohne auf dem Rücken oder auf sonst welchen Körperteilen zu landen. Natürlich versuchen es alle oben auf beiden Füßen anzukommen, die meisten jedoch nur schaffen auf allen Vieren den Turm zu erreichen. Für alle Besucher ist es schon fast ein MUST SEE um sich das ganze lustige Spiel von unten anzuschauen. Das ist wirklich ganz großes Kino und kann ich nur empfehlen.

Aber trotzdem hat die Wiesn immer ihren Charme…Ich liebe es mich zurecht zu machen, die Haare zu stylen, mich in eins meiner selbst genähten und vielleicht noch ungetragenem Dirndls zu werfen, meinen Trachtenhut aufzusetzen, in die Pumps zu steigen, meine Clutch in die Hand zu nehmen und mich auf den Weg zum Fest zu machen…Einmal dort angekommen ist man gleich Wiesnverrückt und bestellt sich die erste Mass, a halbes Hendl und schunkelt zur Musik.

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